Christi Himmelfahrt 2017

bogenbrucke by klaus kegebein pfarrbriefserviceWort zum Sonntag, Westfalen Blatt, 25. Mai  2017

Geringer (Energie-)Aufwand mit hoher „Ausbeute“ – das ergibt eine hohe Effizienz – nicht nur bei Kühlschrank, Gefriertruhe und Elektroherd.

Kürzlich stieß ich im Internet auf eine Info zu den sogenannten „Brückentagen“: „Beantragen Sie Urlaub am 26.5.2017, und Sie erhalten durch den Einsatz von 1 Urlaubstag insgesamt 4 freie Tage. Effizienz: 4,0“.  
In der Tat: mit geringem Kostenaufwand schlägt der freigenommene Tag eine Brücke vom Feiertag zum Wochenende und beschert immerhin einen kleinen zusammenhängenden Erholungsurlaub. Unterm Strich kommen durch die geschickte Planung allerdings nicht mehr freie Tage dabei heraus (denn die Tage, die der Brückentag verbindet, wären ja sowieso frei gewesen). Die Effizienz entsteht demnach nicht durch die Summe der freien Tage, sondern durch ihre Verbindung. Auf den Zusammenhang kommt es also an – wie so oft.
So – oder ähnlich - ist es auch mit unserm heutigen Feiertag. Nur für sich alleine betrachtet müssten wir Christen uns eingestehen: Mit seiner „Himmelfahrt“ hat Christus sich wieder aus dem Staub (der Erde) gemacht; und sein Leben war nur eine Episode. Erst in Verbindung mit dem Ganzen können wir Gottes Heilsgeschichte mit uns Menschen erahnen, die wir – mit dem Advent beginnend - im Kirchenjahr feiern: Mit der Geburt Jesu wird Gott Mensch (Weihnachten). Sein Leben und Wirken führt schließlich zum Kreuz bis in den Tod (Karfreitag). Es scheint schon jetzt, als habe Gott die Welt wieder verlassen - doch dann sein Sieg über den Tod: Jesus lebt (Ostern). Der Auferstandene zeigt sich, ist aber nicht mehr so „greifbar“ wie zuvor: „Halte mich nicht fest“,  gibt er Maria Magdalena am leeren Grab zu verstehen. Denn bald schon wird er zum Vater heimkehren (Christi Himmelfahrt).
Nach allen Wechselbädern der Gefühle zwischen Verbindung und Trennung, welche die Jünger mit Jesus erlebt haben, fühlen sie sich nach der Himmelfahrt dennoch nicht gott-verlassen, sondern ahnen: „Da kommt noch was.“ Und von dem Tag an harren sie gemeinsam aus – in gespannter Erwartung auf das Kommende (den Wiederkommenden).
In der Zusammenschau betrachtet ist die „Himmelfahrt Christi“ dann eben nicht der Moment, in dem die Jünger ihrem Herrn für immer „Tschüß“ und „Adieu“ (d.h.: „zu Gott“) sagen müssen, sondern das Ereignis, das den Blick nach vorne richtet: „Wie geht’s jetzt zusammen mit uns und Jesus weiter?“ Was sie zunächst noch nicht wissen: Das, was da noch kommt, ist die Sendung des Heiligen Geistes (Pfingsten), der schließlich das Heils-Geschehen vollendet  - als Brücke vom Himmel zur Erde.
Lassen Sie sich durch den morgigen Brückentag inspirieren: bauen Sie Brücken - mit kleinem Aufwand und großer Effizienz; Verbindungs-Stege zum Himmel und zu den Menschen, für die  das Himmlische so unerreichbar scheint. In diesem Sinne Ihnen allen ein frohes Fest Christi Himmelfahrt mit  Freitag als (Brücken-)Frei-Tag – so oder so!

Ihre Eva-Maria Nolte   

Eva Maria Nolte 2017

 

 

 

Eva-Maria Nolte, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Bielefeld-Ost

Bildquelle: Pfarrbriefservice, © Klaus Kegebein

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